CA-Ionophor-Behandlung

zur Aktivierung der Eizelle

In seltenen Fällen kommt es vor, dass trotz ICSI-Behandlung und  unaufälligem Spermiogramm die Befruchtungsrate unerwartet niedrig ist oder die Befruchtung ganz ausbleibt.  Das Spermium war nicht in der Lage die Eizelle zu aktivieren, eine wichtige Voraussetzung für die Ausprägung von Vorkernen, also für die Befruchtung. Diese Aktivierung der Eizelle lässt sich chemisch in der Kultur durchführen. Dazu werden die Eizellen nach der Injektion für eine bestimmte Zeit in einem besonderen Medium kultiviert.

CA-Ionophor-Behandlung – Ablauf

Dringt ein Spermium in die Eizelle ein, erhöht sich im weiblichen Körper im Anschluss die Calcium-Konzentration zur Aktiviterung der Eizelle. Dieser Vorgang leitet die reguläre Befruchtung und Embryonalentwicklung ein und ist somit unverzichtbar für das Einstellen einer Schwangerschaft.

Im Rahmen der ICSI-Behandlung ist nicht eindeutig geklärt, ob Spermien die Eizellen außerhalb des Körpers auf diese Weise aktivieren können. Zur Unterstützung des Befruchtungsprozesses während der ICSI-Behandlung wird die befruchtete Eizelle in ein Kulturmedium umgesetzt. Das Kulturmedium enthält einen Calcium-Ionophor und ahmt auf diese Weise die natürliche Umgebung des weiblichen Genitaltrakts nach. 

CA-Ionophor-Behandlung – Wer profitiert davon?

Patienten mit unerwartet niedriger Befruchtungsrate oder Ausbleiben der Fertilisation nach einer ICSI-Behandlung.

Beratung & Kontakt

Gerne beraten Sie die spezialisierten Ärzte des Kinderwunschzentrums zu Ihrer persönlichen Situation.

Darüber hinaus laden wir Sie herzlich zu einem unserer kostenfreien Infoabenden ein, um Grundlegendes zum Thema CA-Ionophor-Behandlung zu erfahren. Nach der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, unseren Ärzten persönliche Fragen zu stellen.

FAQ: ICSI-Behandlung

ICSI ist die Abkürzung für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Die ICSI-Behandlung ist eine Ergänzung zur IVF-Behandlung und wird bei eingeschränkter Fruchtbarkeit des Mannes durchgeführt. Im Rahmen der ICSI-IVF-Behandlung wird die Befruchtung außerhalb des menschlichen Körpers mittels der Mikroinjektion vollzogen. Hierbei wird ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer Injektionspipette in die Eizelle eingebettet. Zur Steigerung der Erfolgswahrscheinlichkeit kann die ICSI-Behandlung um die PICSI-Behandlung erweitert werden. Die PICSI-Behandlung zielt auf die Trennung von reifen und unreifen Spermien mittels eines Bindungs-Assays ab. Die reifen Spermien werden anschließend für die ICSI-Behandlung verwendet.

Vor Start einer IVF- oder ICSI-Behandlung sollte die Kostenübernahme geklärt sein. Von beiden Partnern muss eine aktuelle Infektionsserologie, Einverständniserklärungen, die Beratungsbescheinigung vom Frauenarzt, und bei ICSI die Andrologenbescheinigung vorliegen.

Je nach Stimulationsprotokoll, findet der erste Ultraschall kurz vor der Periode bis spätestens zum 3. Zyklustag statt. Die Hormonstimulation mit Spritzen beginnt zwischen dem 2.-3. Zyklustag. Sie sollten mit ca. 10 - 14 Spritzentagen rechnen. In dieser Zeit überprüfen wir zwei bis drei mal den Behandlungserfolg per Ultraschall- und Laboruntersuchung, und ermitteln den günstigsten Zeitpunkt zur Auslösung des Eisprungs sowie zur Eizellentnahme.

Für das Auslösen Ihres Eisprungs erhalten Sie eine genaue Uhrzeit. 36 Stunden nach dem „Auslösen“ wird die Follikelpunktion stattfinden.

Hier kommt es sehr auf das Alter der Frau an, und im geringeren Umfang auch auf das Alter des Mannes. Die besten Chancen haben Frauen bis zum 32. Lebensjahr mit einer Schwangerschaftsrate von 50 - 60 % pro Embryotrans.

Die Methoden der assistierten Befruchtung führen nur zu einem geringen Anstieg des Fehlbildungsrisikos. Zum Teil beruht dies auf dem genetischen Hintergrundrisiko der betroffenen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Zu beachten ist auch, dass Kinderwunschpatienten bei Eintritt der Schwangerschaft im Durchschnitt älter sind und damit durch natürliche Ursachen z.B. das Fehlgeburtsrisiko steigen kann.

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