DNA-Fragmentation von Spermien

Die Stabilität der Chromatinstruktur der Spermien ist entscheidend für die Embryonalentwicklung. Eine Beeinträchtigung der Stabilität kann zu DNA-Schäden und in Folge dessen zu einer eingeschränkten Entwicklung und Qualität der Embryonen führen. Zu Schäden der DNA kann es während des Austauschs der Histone durch die kleineren Protamine während der DNA-Kondensation kommen. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein, unter anderem Infektionen und Entzündungen im männlichen Genitaltrakt, Varikozele oder schädliche Substanzen wie Tabak. Da die DNA-Fragmentation nicht unbedingt mit einer Einschränkung der Samenqualität einhergeht, können solche Test eine individuelle Ergänzung zur Abklärung der männlichen Infertilität sein.

Was ist eine DNA-Fragmentation?

Spermien transportieren die genetische Information des Vaters zur Eizelle und ermöglichen somit die Entwicklung eines Embryos. Wenn in den DNA-Strängen von Spermien Brüche auftreten, wird dies als DNA-Fragmentation bezeichnet. Sie ist eine der Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit, die zu wiederholten Fehlgeburten führen kann und mit schlechter Qualität der Embryonen in Verbindung gebracht wird. Die DNA-Fragmentation kann die Herbeiführung einer Schwangerschaft erschweren, auch wenn das Spermiogramm normal erscheint. Das Spermiogramm bestimmt die Konzentration und Anzahl an vorhandenen Spermien, die Struktur und die Beweglichkeit sowie der Existenz von Antikörpern im Sperma. Fragmentierte DNA kann durch ein Spermiogramm nicht gezeigt werden.

Welche Ursachen gibt es für eine DNA-Fragmentierung?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Beschädigung der Spermien-DNA. Risikofaktoren lassen sich beispielsweise in einem ungesunden Lebensstil, einer vergangenen Erkrankungen oder in der Einnahme von Medikamenten bestimmen.

Beispiele für mögliche Risikofaktoren:

  • Infektionen im Genitaltrakt,
  • Varikozelen
  • Fortgeschrittenes Alter (>45 Jahre)
  • Stress
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Schadstoffbelastung
  • Medikamenteneinnahme (Antidepressiva, Antibiotika)

Durch die Verringerung der Risikofaktoren sowie eine antioxidative Therapie (Vitamine A, C, E) kann die DNA-Fragmentation zum Teil verringert werden. 

Welche möglichen Folgen bringt eine erhöhte DNA-Fragmentationsrate mit sich?

  • Ausbleiben einer Schwangerschaft
  • mehrere künstlichen Befruchtungen schlagen fehl 
  • fehlerhafte Entwicklung des Embryos (meistens bereits ab dem dritten Tag nach der Befruchtung), eingeschränkte Blastozystenentwicklung
  • wiederholte Fehlgeburten
  • geringere Befruchtungsrate
  • schlechtere Embryonenqualität
  • geringere Einnistungswahrscheinlichkeit
  • höheres Risiko für Spontanaborte

Wann ist es sinnvoll, die DNA-Fragmentation zu bestimmen?

  • bei Auftreten oben genannter Folgeerscheinungen
  • bislang kein ersichtlicher Grund für die Unfruchtbarkeit
  • Verdacht auf Bruchstellen in der DNA aufgrund bestimmter Risikofaktoren

So kann DNA-Framentation getestet werden

Um zu bestimmen, ob eine Spermien-DNA-Fragmentation vorliegt, wird eine Samenprobe benötigt. Diese wird in unserem Labor untersucht. Mit dem Test kann fest gestellt werden, ob eine Fragmentierung der DNA vorliegt und wie viele der Spermien fragmentiert sind.

Es gilt: je größer die Anzahl der DNA-Schäden der Spermien, desto unwahrscheinlicher ist eine Schwangerschaft. 

Eine erhöhte DNA-Fragmentationsrate (>30 % der Spermien betroffen) ist eine Indikation für eine Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) -Therapie

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Dr. Med. Daniela Mischitz - Dr. Med. Klaus Friedrich Hiller - Dr. Med. Vera Hepp - Dr. Med. Robert Ochsenkühn

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