Einnistungsstörung

Ein Grund für die ausbleibenden Schwangerschaft


Die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ist von einer Eihaut, der sogenannten Zona Pellucida, umgeben. Der Embryo muss sich aus dieser Hülle befreien und Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut aufnehmen, damit sich eine Schwangerschaft einstellen kann. Schafft es der Embryo aufgrund einer Einnistungsstörung nicht, die Hülle abzustoßen, bleibt der Kontakt zur Gebärmutterschleimhaut aus und es kann nicht zu einer Schwangerschaft kommen.
 

Gründe für eine Einnistungsstörung

Nicht selten ist eine Einnistungsstörung die Ursache für eine anhaltende Kinderlosigkeit. Die individuellen Gründe für das Einnistungsversagen lassen sich in vielen Fällen diagnostizieren und erfolgreich behandeln.

Ursachen im Überblick

verhärtete Eihaut (tritt überwiegend bei Frauen über 35 Jahren oder bei eingefrorenen Eizellen auf)

von Natur aus dicke Eihülle

erhöhter FSH-Spiegel

eingeschränkte Embryonalqualität

erhöhte Killerzellen

EINNISTUNGSSTÖRUNG – BEHANDLUNG

Eine Einnistungsstörung kann mit folgenden Behandlungen therapiert werden:

Assisted Hatching: Bei diesem Verfahren wird die Eihaut mittels eines speziellen Lasers ausgedünnt, um dem Embyro das Schlüpfen zu erleichtern. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der geringen Behandlungszeit und folglich in der geringen Belastung für den Embryo.

Lipovenös: Die Fettemulsion-Infusion schützt Zellen vor einer agressiven Immunreaktion auf Killerzellen, die einen Schwangerschaftsverlust zur Folge haben kann. Die erste Infusion erfolgt im Vorzyklus (etwa zum Zeitpunkt des Eisprungs). Die Nächste wird zum Spritzenstart verabreicht und die dritte Infusion zum Zeitpunkt der Follikelpunktion. Bei einem positiven Schwangerschaftstest werden alle zwei bis vier Wochen weitere Infusionen bis in die 13. Schwangerschaftswoche verabreicht. Infusionsdauer: ca. 90 bis 120 Minuten

Granozyte: Das Medikament enthält den für eine erfolgreiche Einnistung wichtigen Wachstumfaktor G-CSF und wird in das unter der Haut liegende Binde- und Fettgewebe gespritzt. Der Spritzenplan unterscheidet sich hinsichtlich des Tages für den Embryonentransfer:

  • Embryonentransfer an Tag 2 oder Tag 3:
    Die erste Injektion erfolgt zwei Stunden vor dem Embryonentransfer. Die nächste Injektion wird ca. 24 Stunden nach dem Transfer verabreicht. Die Spritzentherapie wird dann alle vier Tage bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt.
     
  • Embryonentransfer an Tag 5 oder Tag 6 bei Blastozystenkultur:
    Die erste Injektion wird ebenfalls zwei Stunden vor dem Transfer verabreicht. Die Spritzentherapie beim Blastozysten Transfer wird dann alle vier Tage bis zur 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt. Die Injektion 24 Stunden nach Transfer entfällt! 

Einnistungsstörung – Beratung & Kontakt

Unsere erfahrenen Ärzte informieren und beraten Sie gerne ausführlich und individuell zum Thema Einnistungsstörung und Behandlungsmöglichkeiten

Erste Informationen erhalten Sie außerdem bei unseren kostenfreien Infoabenden, zu denen wir Sie herzlich einladen. Nach der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit unseren Ärzten Ihre persönlichen Fragen zum Thema Einnistungsversagen zu stellen.

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