Kinderwunschzentrum

Hodenbiopsie / TESE

zur Gewinnung von Spermien aus dem Hodengewebe des Mannes

Zur Identifikation der Gründe für eine Unfruchtbarkeit des Mannes oder aber zur Gewinnung von Spermien für die Verwendung in einer IVF-ICSI-Behandlung kann eine Hodenbiospie durchgeführt werden. Die testikuläre Spermienextraktion (TESE) wird angewendet, wenn in der Ejakulationsflüssigkeit nicht genügend oder gar keine Spermien vorhanden sind.

Ablauf der TESE

Bei dem ambulanten Eingriff wird dem Patienten durch einen kleinen Einschnitt Hodengewebe entnommen. Dieses Gewebe wird im Anschluss bei uns präpariert, beurteilt und portioniert bei uns eingefroren.

Ein zusätzlich vom Urologen in Auftrag gegebenes histologisches Gutachten gibt Informationen über das Vorhandensein von Spermien und deren Reife.

Diese Methode zur Gewinnung von Spermien aus dem Hodengewebe kann auch bei Männern mit einer vorausgegangenen Sterilisaton und erneutem Kinderwunsch angewendet werden. 

Ergebnis der Tese

Lassen sich Spermien nachweisen, kann man diese nach der Eizellengewinnung isolieren und mittels einer ICSI-Behandlung für den Befruchtungsversuch verwenden.

TESE – Beratung & Kontakt

Unsere erfahrenen Ärzte beraten Sie gerne detailliert und in Hinblick auf Ihre individuelle Situation zum Thema TESE.

Erste Informationen erhalten Sie außerdem bei unseren kostenfreien Infoabenden, zu denen wir Sie herzlich einladen. Nach der Veranstaltung haben Sie die Gelegenheit, unseren Ärzten persönliche Fragen zu stellen.

FAQ: Unfruchtbarkeit beim Mann

Da bei über 40% der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch Einschränkungen der männlichen Zeugungsfähigkeit bestehen, und in 25% der Fälle die Ursache der Infertilität allein beim Mann liegt, ist eine Untersuchung durch einen Urologen inklusive der Erstellung eines Spermiogramms von herausragender Bedeutung. Beim Urologen kann auch ein Hodentumor, der bei jedem 200. Mann mit Infertilität vorliegt, als Ursache einer Infertilität sicher ausgeschlossen werden.

Da eine Kinderwunschbehandlung immer das Paar betrifft und wir auch beim Mann eine auf ihn zugeschnittene Diagnostik durchführen, ist es sinnvoll und erwünscht, dass Sie als Paar gemeinsam am Erstgespräch teilnehmen.

ICSI ist die Abkürzung für Intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Die ICSI-Behandlung ist eine Ergänzung zur IVF-Behandlung und wird bei eingeschränkter Fruchtbarkeit des Mannes durchgeführt. Im Rahmen der ICSI-IVF-Behandlung wird die Befruchtung außerhalb des menschlichen Körpers mittels der Mikroinjektion vollzogen. Hierbei wird ein einzelnes Spermium mit Hilfe einer Injektionspipette in die Eizelle eingebettet. Zur Steigerung der Erfolgswahrscheinlichkeit kann die ICSI-Behandlung um die PICSI-Behandlung erweitert werden. Die PICSI-Behandlung zielt auf die Trennung von reifen und unreifen Spermien mittels eines Bindungs-Assays ab. Die reifen Spermien werden anschließend für die ICSI-Behandlung verwendet.

Vor Start einer IVF- oder ICSI-Behandlung sollte die Kostenübernahme geklärt sein. Von beiden Partnern muss eine aktuelle Infektionsserologie, Einverständniserklärungen, die Beratungsbescheinigung vom Frauenarzt, und bei ICSI die Andrologenbescheinigung vorliegen.

Je nach Stimulationsprotokoll, findet der erste Ultraschall kurz vor der Periode bis spätestens zum 3. Zyklustag statt. Die Hormonstimulation mit Spritzen beginnt zwischen dem 2.-3. Zyklustag. Sie sollten mit ca. 10 - 14 Spritzentagen rechnen. In dieser Zeit überprüfen wir zwei bis drei mal den Behandlungserfolg per Ultraschall- und Laboruntersuchung, und ermitteln den günstigsten Zeitpunkt zur Auslösung des Eisprungs sowie zur Eizellentnahme.

Für das Auslösen Ihres Eisprungs erhalten Sie eine genaue Uhrzeit. 36 Stunden nach dem „Auslösen“ wird die Follikelpunktion stattfinden.

Hier kommt es sehr auf das Alter der Frau an, und im geringeren Umfang auch auf das Alter des Mannes. Die besten Chancen haben Frauen bis zum 32. Lebensjahr mit einer Schwangerschaftsrate von 50 - 60 % pro Embryotrans.

Die Methoden der assistierten Befruchtung führen nur zu einem geringen Anstieg des Fehlbildungsrisikos. Zum Teil beruht dies auf dem genetischen Hintergrundrisiko der betroffenen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Zu beachten ist auch, dass Kinderwunschpatienten bei Eintritt der Schwangerschaft im Durchschnitt älter sind und damit durch natürliche Ursachen z.B. das Fehlgeburtsrisiko steigen kann.

Häufige Fragen
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