Ursachen und Diagnostik

Ursachen bei Frau und Mann

  • Hormonelle Störungen an Hypothalamus, Hypophyse, Schilddrüse, Nebennierenrinde oder den Ovarien - und dadurch gestörte Eizellreifung
  • Fehlbildung von Eierstöcken, Eileiter oder Gebärmutter
  • Endometriose: Gebärmutterschleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter wächst, zum Beispiel im Eileiter, im Eierstock oder an der Harnblase
  • Immunologische Sterilität, das heißt Antikörper gegen Ei- oder Samenzellen
  • Angeborene Ursachen, wie zum Beispiel eine Chromosomenanomalie, das heißt eine Abweichung von der normalen Chromosomenzahl oder Chromosomenform
  • Gestörte oder fehlende Hodenfunktion, z.B. als Folge einer Infektion wie Mumps. Dies kann sich z.B. in zu wenigen oder fehlgebildeten Spermien äußern.
  • Bakterielle Verunreinigung des Samens
  • Hodenhochstand oder Krampfadern am Hoden
  • Immunologische Sterilität: Auto-Antikörper gegen Samenzellen
  • Operierte Tumore, z.B. der Hoden
  • Angeborene Ursachen, wie zum Beispiel eine Chromosomenanomalie

Diagnosemöglichkeiten

Anhand der Diagnosen wird entschieden, welche Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll sind.

Findet ein Eisprung statt?

Durch Ultraschallüberwachung des Zyklus und durch die Bestimmung relevanter Hormonparameter kann man Aussagen über das Vorhandensein eines Eisprungs im normalen Zyklus machen. Zu den relevanten Hormonparametern gehören Androgene, sowie Östrogen, Progesteron und Gonadotropine (LH, FSH).       

 
Sind andere relevante Hormonsysteme in Ordnung?

Fehlregulationen der Schilddrüse können den Zyklus nachhaltig stören. Daher kann es sinnvoll sein, die Funktion der Schilddrüse zu prüfen (TSH).

 
Ist der innere genitale Apperat in Ordnung?

Anomalien im Bereich der Eileiter, z.B. Eileiterverklebungen kann man über eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung (HyFoSi) ausschließen. Durch eine bestimmte Methode kann man diese Eileiterdurchgängigkeit über eine Ultraschalluntersuchung feststellen. Es ist nicht immer eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) notwendig. Um den inneren Genitalapparat als Ganzes beurteilen zu können (Eierstöcke, Fimbrientrichter) kann eine Laparoskopie durchgeführt werden. Zur Beurteilung der Gebärmutter steht die Hysteroskopie zur Verfügung (z.B. zum Ausschluss von Myomen). Sowohl Laparoskopie als auch Hysteroskopie werden unter Narkose durchgeführt.

 
Entsprechen immunologische, genetische Faktoren und Gerinnungsparameter der Norm?

Störungen in diesem Bereich können zu Implantationsversagen (Einnistungsversagen) oder Aborten führen. Bei wiederholten Implantationsversagen oder Aborten ist daher ratsam diese Parameter zu kontrollieren.

Werden Keimzellen gebildet (Spermien)?

Das Spermiogramm ist der aussagekräftigste Befund, der einen wichtigen Anhalt auf die Fertilisierungswahrscheinlichkeiten bei verschiedenen Behandlungsmethoden gibt. Anzahl, Beweglichkeit, Vitalität und das Aussehen der Spermien sind dabei die wichtigsten Parameter. Bei einzelnen Verdachtsfällen können Teste auf Antikörper oder Spermienreife eine Rolle spielen.

Sind im Ejakulat keine Spermien vorhanden, kann eine Verschlussazoospermie vorliegen. Durch eine Hodenbiopsie kann die Spermatogeneseleistung des Hodens beurteilt werden.

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